Methodenfelder

Die Systemische Prozessgestaltung in der Natur ist eine ressourcenorientierte Arbeitsweise, die Handlungsprinzipien und Praktiken aus der systemischen Beratung mit einer sanften Naturerfahrung verbindet. Sie richtet sich an Einzelne sowie Gruppen aus privaten oder beruflichen Kontexten mit ihren Anliegen, Fragen und Zielen. Sie bietet eine wertschätzende, lösungsorientierte Prozessbegleitung während bestimmter Lebensphasen. Die Systemische Prozessgestaltung eröffnet einen Erfahrungsraum, in dem altbekannte und scheinbar sichere Verhaltensweisen hinterfragt und neues Verhalten, neue Fähigkeiten entwickelt werden. Sie als Individuum werden in der Natur über einfache und sinnliche Erfahrungen, konsequente Handlungsorientierung, Metaphern und direkte Reflektion in ihrer Selbst- und Sozialkompetenz gefördert. So kommt Ihr inneres Potential zum Vorschein und kann unmittelbar durch Handlung eingesetzt werden. Die Arbeitsweise Systemische Prozessgestaltung ist aus ausgewählten Konzepten der Psychologie entwickelt worden. Folgende Methodenfelder werden hierbei miteinander verknüpft:

Naturerfahrung

Die Natur ist anders

Sie schützt und bedroht, spendet Leben und lässt sterben. Sie bietet lebendige Bezugspunkte, um mit ihnen in einen Dialog zu treten und damit die Möglichkeit sich als Mensch heil und ganz zu erleben. Im Austausch mit den Farben, Formen, dem Wetter, der Topografie, der Schönheit der Landschaft sind wir als Menschen stets herausgefordert und dadurch wach und gegenwärtig. Neben der der Schönheit der Landschaft sind wir als Menschen stets herausgefordert und dadurch wach und gegenwärtig. Neben der Schönheit und dem Zauber zeigen sich auch andere Seiten der Natur, wie beispielsweise Temperaturwechsel. Dieses Andere lockt auch das Andere in uns Menschen hervor, es tauchen unbekannte oder im Alltag gut geschützte Seiten auf. Das Erleben der Natur kann Zusammenhänge sichtbar machen und Verständnis für uns Menschen in der Welt und die Welt um uns Menschen wecken. Die Bühne der Natur fördert nicht nur den einzelnen, sondern auch die Aspekte der Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Eine gute Kooperation, wie beispielsweise das Essen zuzubereiten, ist eine Notwendigkeit, die allen Beteiligten eines naturpädagogischen Seminars dient. Diese Ausgangslage ermöglicht heilende, belebende und spannende Individual- oder Gruppenprozesse. In der Systemischen Prozessgestaltung wird zwischen konkreter, metaphorischer, energetischer und spiritueller Naturerfahrung unterschieden.

szenische arbeit

Von Märchen und Mythen

Bei der Szenischen Arbeit werden Ereignisse aus Ihrem Leben mit Hilfe von Statisten inszeniert. Der Ausgangspunkt ist oftmals die Inszenierung eines Konfliktes, einer Fragestellung, einer Familienkonstellation oder eines Lebensmusters. Die Suche nach neuen Blickwinkeln führt zu Lösungen. Es entstehen Interaktionen zwischen den Darstellern, die verbal oder nonverbal stattfinden und Ausdruck von Beziehungen und Zuständen sind. In der Szenischen Arbeit entsteht ein Rahmen, bei dem ein Wechselspiel zwischen Innen- und Außenwelt, dem Vertrauten und Neuem möglich ist. Es gibt verschiedene Methoden in der Szenischen Arbeit, die aus unterschiedlichen prozessorientierten psychologischen Schulen (z.B. Psychodrama, Gestalttherapie) entlehnt sind. Bei einem Rollenspiel können Sie Rollen ausprobieren und übernehmen, sowie Szenen für Ihre Zukunft entwerfen. Ein Sculpting dagegen ermöglicht Ihnen die Differenzierung von Gefühlen, Situationen und Befindlichkeiten durch die modellierte Körperhaltung des Statisten.In den Aufstellungsarbeiten wiederum werden durch die Positionierung von Personen im Raum Strukturen, Beziehungen, Fragestellungen und Zusammenhänge sichtbar gemacht. 


kreativtechnik

Inneres sichtbar machen

Die Kreativtechnik wird in der Systemischen Prozessgestaltung hauptsächlich in der Natur angewandt und schöpft dabei aus der großen Fülle ihrer vorhandenen Ressourcen. Das Element des Gestaltens in Form von Landart wird in die Arbeit mit Naturmaterialien einbezogen. Kreativtechniken sprechen Bewusstes und Unbewusstes an, fördern den persönlichen Ausdrucks oder machen systemische Zusammenhängen bewusst. Erarbeitete Werke enthalten immer auch Botschaften, welche nicht in der bewussten Absicht der Gestalterin oder des Gestalters liegen. Zu den Techniken des Feldes der Kreativtechnik gehören Biografiearbeit, sozialer Kosmos, Raumgestaltung, Skulptur-, Linien- und Symbolarbeit. Der Sinn für Schönheit und Gleichgewicht ist eine weitere Kraft bei der Erarbeitung eines Werkes. Diese Kraft appelliert gewissermaßen an eine schöpferische Instanz. Neben der Lust an der Kreativität ermöglicht diese Technik auch sinnliche Erfahrungen und das Erlebnis der Mehrdimensionalität von Natur und Materialien. 

rituelle Gestaltung

Rites of passage

Die Rituelle Gestaltung ist eine zeremoniell verdichtete Arbeits-form, welche sich in ihrer Struktur an den universellen Grundmustern von Ritualen orientiert. Als wichtiger Orientierungspunkt gilt in der Umsetzung das Prinzip der Einfachheitund des Gleichgewichts. Dies zeigt sich in der Wahl der Hilfsmittel, in der Gestaltung des Raumes, der Bewegung und der Sprache. Themen von rituellen Gestaltungen können Momente der Zustimmung zu einer Aufgabe, Übernahme von Verantwortung, Würdigung, des Dankes und des Überganges wie Neubeginn oder Abschluss sein. Wie etwa bei: einer Taufe, einer Einschulung, einem Schulabschluss, einem bewussten Erwachsen werden, einer Trennung, einem Berufswechsel, einer Hochzeit. Rituelle Gestaltungen tragen eine Kraft der Verstärkung, einer intensiveren Selbstwahrnehmung und der Wertschätzung in sich. Durch einen klar strukturierten Ablauf gewinnt die Handlung an Präsenz, Tiefe und Achtsamkeit. Die dazugehörigen Regeln werden respektvoll von der Gruppe getragen. Rituelle Gestalt-ungen finden ihre Anwendung im Kontext eines Lern- und Entwicklungsprozesses von Einzelnen oder einer Gruppe. In der Arbeitspraxis werden sie sparsam eingesetzt.


SYSTEMISCHE LEITLINIEN


Kein Mensch ist eine Insel

In der Systemischen Prozessgestaltung gehen wir davon aus, dass Menschen sich in wechselseitigen, zusammenhängenden Bezügen befinden. Das heißt, Bewusstsein und Verhalten entwickeln sich durch Kommunikation mit der Umwelt in einem fortlaufenden Prozess.

 

Selbstorganisation

Als Menschen beschreiben wir uns als sich selbst organisierende Systeme, die mehr sind als die Summe ihrer Teile. Diese Selbstorganisation bestimmt die individuell angemessene (Persönlichkeits-) Entwicklung. Wir folgen daher der Annahme, dass ein Mensch von einem anderen Menschen nicht direkt beeinflusst werden kann, da er durch seine innere Struktur selbst bestimmt, welche Einflüsse er zulässt, und wie er sie verarbeitet. Den Schlüssel zur Lösung seiner Probleme besitzt jedes Individuum selbst.

Das, was ein Mensch als Wirklichkeit definiert, ist von seinem subjektiven Bewertungsfilter geprägt. Dem Leben kann so phänomenologisch und konstruktivistisch begegnet werden. Das bedeutet man kann das Leben auf sich wirken lassen und entdecken sowie selbst konstruieren und erfinden.


Das, was ein Mensch als Wirklichkeit definiert, ist von seinem subjektiven Bewertungsfilter geprägt. Dem Leben kann so phänomenologisch und konstruktivistisch begegnet werden. Das bedeutet man kann das Leben auf sich wirken lassen und entdecken sowie selbst konstruieren und erfinden.

 

Auftragsklärung

Bei der Gestaltung einer Beratung oder eines Seminars orientieren wir uns an Ihrem Auftrag und Ihren Zielen. Als Begleitende sind wir Teil des Prozesses.

 

Das was ist, erfüllt eine Absicht

Sich selber neu erfahren: Das ist ein Prozess, den Handlungs- und Gesprächsführungs-Techniken anstoßen. Sie sind eingeladen, eine Perspektive einzunehmen, die sich an Ihren Ressourcen, Fähigkeiten und an Ihrem Lösungspotential orientiert.

Was wäre, wenn das, was gerade ist eine wichtige Funktion erfüllt?